Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) können bei Neugeborenen und Säuglingen schwere Verläufe nehmen. Mit Beyfortus (Nirsevimab) steht nun eine Propylaxe zur Verfügung. Doch in welchen Fällen wird sie von den Kassen erstattet? Und können Ärzte den Antikörper auf Sprechstundenbedarf verordnen? Und dann ist ja auch noch der Lieferengpass.
Moderna startet Zulassungsstudie mit Impfstoffkandidat gegen Noroviren
Noroviren verursachen schlimmen Durchfall mit Übelkeit und schwerem Erbrechen. Moderna entwickelt einen Impfstoff gegen Noroviren und prüft mRNA-1403 jetzt in der Phase-III-Zulassungsstudie NOVA 301. Der Impfstoffkandidat gegen Noroviren, soll moderate bis schwere Norovirus-Gastroenteritiden bei Erwachsenen verhindern.
Neue Tricks zum Unterlaufen der Immunabwehr
Wäre es nicht potenziell so gefährlich, könnte man begeistert staunen, welche ausgefallenen Möglichkeiten es für ein Virus unter Selektionsdruck gibt, die Abwehr des Immunsystems zu umgehen. Erstmals resultieren SARS-CoV-2-Mutationen in neuen Glykosylierungsstellen, die wahrscheinlich durch Konformationsänderung die Immunabwehr schwächen.
Update zu COVID-19-Impfstoffen
Ab dem 01.11.2024 sind folgende Covid-19-Impfstoffe verfügbar:
- NUVAXOVID JN1 UDV BUND, PZN: 19395509
- NUVAXOVID JN1 UDV BUND, PZN: 19395515
- COMIRNATY KP.2 30UG BUND, PZN: 19514084
- COMIRNATY KP.2 30UG BUND, PZN: 19514090
- COMIRNATY KP.2 3UG BUND, PZN: 19514138
- COMIRNATY KP.2 3UG BUND, PZN: 19514144
- COMIRNATY KP.2 10UG BUND, PZN: 19514167
- COMIRNATY KP.2 10UG BUND, PZN: 19514173
Wie SARS-CoV-2 die »ISGylierung« umgeht
Nach wie vor hält SARS-CoV-2 Überraschungen bereit. Jetzt zeigen Forschende aus Japan, wie es dem Virus gelingt, so gut dem angeborenen Immunsystem zu entkommen.
Krankenstand bleibt im Sommer 2024 auf Rekordniveau
Der Krankenstand in Deutschland lag laut einem DAK-Report auch im Sommer 2024 auf einem Rekordniveau. Von Juli bis einschließlich September gab es neun Prozent mehr Krankschreibungen als im 3. Quartal des Vorjahrs.
Wie die DAK berichtet, verursachten Muskel-Skelett-Erkrankungen die meisten Ausfälle, gefolgt von psychischen Erkrankungen wie etwa Depressionen. An dritter Stelle standen Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis. Fast ein Drittel der Erwerbstätigen (30,5 Prozent) war im Zeitraum von Juli bis einschließlich September mindestens einmal krankgeschrieben, wie es weiter hieß.
Wie die DAK berichtet, verursachten Muskel-Skelett-Erkrankungen die meisten Ausfälle, gefolgt von psychischen Erkrankungen wie etwa Depressionen. An dritter Stelle standen Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis. Fast ein Drittel der Erwerbstätigen (30,5 Prozent) war im Zeitraum von Juli bis einschließlich September mindestens einmal krankgeschrieben, wie es weiter hieß.
Impfstoffkandidat gegen MERS getestet
Das Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus (MERS-CoV) verursacht schwere Atemwegserkrankungen mit einer hohen Sterblichkeitsrate. Aktuell gibt es keinen Impfstoff und auch keine spezifische Behandlung. In einer Phase-Ib-Studie wurde der Impfstoffkandidat getestet und konnte positive Ergebnisse erzielen.
Mpox: Erster Fall neuer Variante in Deutschland
In Deutschland ist erstmals die neue Variante des Mpox-Virus nachgewiesen worden. Die Person habe sich im Ausland mit der sogenannten Klade Ib infiziert, teilte das Robert Koch-Institut mit. In Schweden war Mitte August der erste Fall mit dieser Mpox-Virus-Variante außerhalb des afrikanischen Kontinents bestätigt worden.
Stiko hat neuen Vorsitzenden
Die für Impfempfehlungen in Deutschland zuständige Ständige Impfkommission (Stiko) hat einen neuen Vorsitzenden. Der Kinderarzt und Infektiologe Professor Dr. Reinhard Berner sei am Montag zum neuen Vorsitzenden gewählt worden, teilte die Stiko mit. Seine Arbeitsschwerpunkte sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) virale und bakterielle Infektionen bei Kindern, Antibiotikatherapie und -resistenzen und die Prävention von Autoimmunerkrankungen.
Zwei Grippe- und zwei Corona-Impfstoffe angepasst
Hersteller Seqirus hat Zulassungsempfehlungen in der EU für die Grippeimpfstoffe Fluad und Flucelvax in der trivalenten Version erhalten. Zudem sollen die angepassten Corona-Impfstoffe Nuvaxovid und Bimervax zugelassen werden.
Nach 2 Fällen: Debatte um Diphtherie-Impfpflicht
Nach zwei Nachweisen von Diphtherie in der Region Berlin-Brandenburg wird über die Schutzimpfung gegen die lebensgefährliche Infektionskrankheit diskutiert. Die Sechsfach-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio, Hib und Hepatitis B gehört zu den Standardimpfungen für Babys. Zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung hätten 92 Prozent der Kinder alle empfohlenen Diphtherie-Impfungen erhalten, erklärte das Robert Koch-Institut (RKI).
RSV-Wirkstoff schlecht verfügbar
Die seit Kurzem für Babys empfohlene Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist nach Angaben des Berufsverbands BVKJ, in dem Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte zusammengeschossen sind, in Berlin bislang kaum verfügbar. „In Berlin gibt es in der Praxis eigentlich kaum Impfstoff“, sagte Kinderarzt und BVKJ-Sprecher Jakob Maske. Einzelne Arztpraxen hätten Importe des Medikaments, das den Wirkstoff Nirsevimab enthält, aus dem Ausland vorrätig.
Arexvy: Impfstoff schützt über drei Saisons
Speziell für Ältere steht Arexvy zur Prävention von RSV-bedingten Atemwegserkrankungen zur Verfügung. Aktuelle Daten zeigen, dass die Wirksamkeit des adjuvantierten Impfstoffes von GlaxoSmithKline (GSK) auch in der dritten Wintersaison nach erfolgter Immunisierung weiter anhält.
KP.2-Version von Comirnaty ist bestellbar
Eine zweite Variante des Covid-19-Impfstoffs Comirnaty® von Biontech/Pfizer wird in Kürze verfügbar werden. Arztpraxen können den an die Virusvariante KP.2 angepassten Impfstoff jetzt bestellen. Er soll am 11. November erstmals ausgeliefert werden.
Das Wichtigste zu Diphtherie
In Berlin ist ein Junge schwer an Diphtherie erkrankt. Diphtherie kann nach wie vor tödlich verlaufen, dennoch sinkt die Impfquote. Was ist das Gefährliche an Diphtherie und wie behandelt man akut?
18 Jahre HPV-Impfung: Erfolge und aktuelle Herausforderungen
Der erste Impfstoff gegen Humane Papillomviren (HPV) ist vor 18 Jahren – im September 2006 – auf den Markt gekommen. Zeit für einen Rückblick und einen Ausblick auf die Erfolge und Herausforderungen der HPV-Impfung. Was ist seitdem passiert? Welchen Herausforderungen müssen wir uns heute stellen?
PEI-Informationen zur Versorgung mit Beyfortus
Infolge der neuen STIKO-Empfehlung zur RSV-Immunisierung wird eine hohe Nachfrage nach Beyfortus zu Beginn der RSV-Saison erwartet, die im Herbst 2024 voraussichtlich nicht bedarfsgerecht gedeckt werden kann. Alternative gleichwertige Arzneimittel zur RSV-Prophylaxe aller Neugeborenen und Säuglinge während ihrer ersten RSV-Saison unabhängig von individuellen Risikofaktoren stehen aktuell nicht zur Verfügung.
Nach der Bekanntgabe des Versorgungsmangels im Bundesanzeiger wurden die zuständigen Landesbehörden ermächtigt, Gestattungen nach § 79 Absatz 5 AMG für im Ausland zugelassene Arzneimittel zu erteilen. Damit besteht die Möglichkeit, nirsevimabhaltige Arzneimittel, die nicht in Deutschland zugelassen sind, zu importieren und in Deutschland in Verkehr zu bringen. Seit dem 11.10.2024 liegt eine Gestattung zum Import von Beyfortus aus dem Ursprungsland USA vor. Als weitere Maßnahme wurde dem Zulassungsinhaber Sanofi Winthrop Industrie durch das Paul-Ehrlich-Institut gemäß § 10 (1a) und § 11 (1c) AMG gestattet, im Zeitraum vom 01.09.2024 bis 31.10.2024 Packungen des Arzneimittels aus Frankreich und Spanien in Deutschland auf den Markt zu bringen.
Nach der Bekanntgabe des Versorgungsmangels im Bundesanzeiger wurden die zuständigen Landesbehörden ermächtigt, Gestattungen nach § 79 Absatz 5 AMG für im Ausland zugelassene Arzneimittel zu erteilen. Damit besteht die Möglichkeit, nirsevimabhaltige Arzneimittel, die nicht in Deutschland zugelassen sind, zu importieren und in Deutschland in Verkehr zu bringen. Seit dem 11.10.2024 liegt eine Gestattung zum Import von Beyfortus aus dem Ursprungsland USA vor. Als weitere Maßnahme wurde dem Zulassungsinhaber Sanofi Winthrop Industrie durch das Paul-Ehrlich-Institut gemäß § 10 (1a) und § 11 (1c) AMG gestattet, im Zeitraum vom 01.09.2024 bis 31.10.2024 Packungen des Arzneimittels aus Frankreich und Spanien in Deutschland auf den Markt zu bringen.
Sanofi: Nirsevimab für alle Säuglinge verfügbar
Ab dieser Woche sollen alle Neugeborenen und Säuglinge den RSV-Antikörper Nirsevimab erhalten können. Um der hohen Nachfrage entgegen zu kommen liefert Sanofi nun zusätzlich US-amerikanische Beyfortus®-Packungen aus. Damit sind nun Beyfortus®-Packungen in deutscher, französischer und spanischer Aufmachung sowie US-Verpackungen im Verkehr. Insgesamt macht Sanofi eigenen Angaben zufolge „fast eine halbe Million Beyfortus®-Dosen für Deutschland“ verfügbar.
PEI-Machbarkeitsstudie zur Risikoevaluation der COVID-19-Impfstoffe
Um die Forschung zur Sicherheit und Wirkungsweise der COVID-19-Impfstoffe in Deutschland weiter zu vertiefen, müssen noch einige datentechnische und methodische Hürden überwunden werden. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie von Uniklinik Köln, Ruhr-Universität Bochum und Paul-Ehrlich-Institut werden die Zusammenführung sowie die prinzipielle Auswertbarkeit der benötigten Gesundheitsdaten getestet. Der folgende Artikel des PEI beschreibt den hierfür verwendeten methodischen Ansatz und Datenfluss ebenso wie die verschiedenen Möglichkeiten, wie diese Daten genutzt werden können.
Wie lange hält der Immunschutz nach Mpox-Impfung?
Der Impfstoff Imvanex® zeigt eine hohe Wirksamkeit gegen Mpox (Affenpocken). Neue Daten deuten jedoch darauf hin, dass die Immunität nach der Impfung mit der Zeit abnimmt, weshalb möglicherweise eine Auffrischung erforderlich ist.
